KI Hands-on Barcamp Düsseldorf: Zwischen Magie, Mechanik und Mittelstand
- Rebecca Mischke

- 29. Jan.
- 4 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 11. Feb.
Event-Recap | 28.01.2026 | Ruby Carl Workspace, Düsseldorf
18 Leute. Ein Raum. Viele Use Cases. Am 28. Januar haben wir in Düsseldorf KI nicht erklärt – wir haben sie gemacht.
Kein Vortrag, keine “Prompt-Theorie”, kein zugucken. Stattdessen: kleine Gruppen, echte Herausforderungen aus Job und Alltag, 60 Minuten Hands-on und danach der gemeinsame Cut: Was war überraschend? Was hat funktioniert? Was nehmen wir mit?
"Machen, ausprobieren, vergleichen, über den Haufen werfen, verbessern, lernen – gemeinsam."
Am 28. Januar 2026 haben wir uns mit rund 18 Teilnehmenden im Ruby Carl Workspace zum KI Hands-on Barcamp in Düsseldorf getroffen. Nicht für einen Vortrag, nicht für eine Panel-Diskussion, sondern für ein Format, das sich bewusst offen anfühlt: Barcamp / Think Tanks rund um echte Use Cases.
Denn das war die Ansage zu Beginn unserer Gastgeberin Daniela Grego und sie hat den Ton gesetzt:
“Wir werden miteinander arbeiten. Ich habe keine Ahnung, was heute entsteht – und ihr auch nicht.”
Was an diesem Abend anders war
Statt “Best Practices” von der Bühne gab es Best Questions am Tisch.
Nach einem kurzen Ankommen und erstem Kennenlernen ging’s direkt in die Praxis:
kleine Gruppen
echte Fragestellungen aus Job & Alltag
freies Wechseln der Tische nach dem Zwei-Füße-Prinzip
60 Minuten Hands-on
danach: harter Cut & gemeinsame Auswertung (“Was packst du in deinen Koffer?”)
Ergebnis: ein Abend mit Tempo, Tiefe und überraschend vielen Aha-Momenten.
“Welche KI nutzt du?” - ein ehrlicher Reality-Check
Schon in der Vorstellungsrunde wurde klar: Die meisten arbeiten nicht mit dem einen Tool, sondern mit einem Tool-Mix.
Einige sind täglich in ChatGPT zuhause.
Andere schwören fürs Schreiben auf Claude (“fühlt sich oft klarer an”).
In Unternehmensumgebungen ist Copilot oft der pragmatische Standard: integriert, zugänglich, schnell für Planung & Struktur.
Und dann tauchen Namen auf wie Mistral oder der Wunsch, nicht noch “zehn Tools parallel” managen zu müssen.
Was hängen blieb: Nicht “welches ist das beste?”, sondern eher:Welche Aufgabe hast du – und welches Tool passt wirklich dazu?
Partner-Tool im Praxis-Test: ein Workspace statt Tool-Hopping
Ein Bonuselement des Abends war der Zugriff auf eine Testumgebung unseres Partners nuwacom: eine Oberfläche, die verschiedene LLMs, Chat-Funktionen und “agentische” Workflows zusammenbringt, mit Fokus auf DSGVO-Konformität, Projektstruktur und Wissensdatenbank-Logik.
Besonders spannend für viele:
Dokumente hochladen und als Wissensbasis nutzbar machen
Projekte in Ordner-/Workspace-Logik organisieren
Prompt-Library zentral speichern statt überall Notizen zu verteilen
Inhalte/Chats durchsuchbar machen
und sogar: Meetings aufnehmen & Transkripte direkt weiterverarbeiten
Kurz: weniger “Tool-Zapping”, mehr “Arbeitsumgebung”.
Die Think-Tank-Themen: von DSGVO bis Museum
In den Gruppen ging es dann genauso wild und praxisnah weiter, wie der Titel versprochen hatte:
1) Effizienz vs. Qualität: “Human in the loop” bleibt Pflicht
Gerade dort, wo es um Regulierung, Wissenschaft oder sensible Branchen geht (z. B. Gesundheitskommunikation), wurde sehr klar formuliert:KI spart Zeit – aber sie ersetzt keine Verantwortung.
Ein Ansatz, der mehrfach auftauchte:
“Zeig mir dein Vorgehen, bevor du antwortest.”
“Gib mir Quellen zu jeder Aussage.”
“Erfinde nichts.”
und: Plausibilitätscheck durch Menschenverstand (weil Halluzinationen eben nicht höflich ankündigen, dass sie gerade passieren)
2) Automatisierung als nächster Schritt (Make, n8n, Zapier)
Wer bereits mehrere Tools nutzt, kennt das Problem: Zwischenstände werden von A nach B geschoben – oft manuell.Deshalb war “Automation” ein wiederkehrender nächster Level: Schnittstellen bauen, Workflows verbinden, weniger Copy-Paste – aber mit dem Bewusstsein: Mehr Automatisierung = mehr Kontrollbedarf.
3) Kreativität trainieren: Out-of-the-box im Museum (und zurück ins Team)
Ein besonders schöner Case kam aus Coaching/Training:Wie kann man Teams (z. B. aus einer Softwarefirma) über Kunst zu Perspektivwechseln bringen? Museumsbesuch als Teambuilding und KI als Sparringspartner, um Methoden, Aufgaben und Reflexionsfragen zu entwickeln. Nicht “KI macht Kunst”, sondern: KI hilft, Denkwege aufzubrechen.
Impressionen des KI Hands-on Barcamp Düsseldorf
Und was sagen die Teilnehmer:innen? Hört selbst!
Was viele in ihren “Koffer” gepackt haben
Zum Abschluss gab es einen Moment, den wir ehrlich öfter brauchen: innehalten, verdichten, mitnehmen.
Was mehrfach genannt wurde:
Tolle Kontakte und der Satz: Wir sind nicht allein damit.
Ein Koffer voller Prompts und die Erkenntnis, dass Nachschärfen (“prompte weiter / mach’s konkreter”) oft der Unterschied ist.
Der Reminder, dass bei allem Tech-Hype der Kern menschlich bleibt.
Und dann fiel ein Satz, der als Motto über dem Abend stehen könnte:
“Die Magie passiert nicht hier. Die Magie passiert in euren Köpfen.”
Extra: Wenn KI-Bubble auf echtes Leben trifft
Ein besonderer Moment war auch der Blick über den Tellerrand: Eine Teilnehmerin stellte die Kinderschutzstiftung It’s for Kids vor (mit sehr konkreten, pragmatischen Unterstützungsformen – nicht nur Geld, sondern auch Sachspenden und kreative Beiträge). Das hat dem Abend etwas gegeben, das man nicht planen kann: Bodenhaftung.
Weitere Infos zur Stiftung findet ihr hier.
Danke & wie es weitergeht
Danke an alle, die ihre Fragen, Baustellen und Ideen so offen geteilt haben. Und an nuwacom für die Testumgebung. Genau solche Abende machen verständlich, was im Alltag wirklich hilft.
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Das Format bleibt: kein Buzzword, sondern Werkzeug.
Euer Team der Chancen der KI® Community
Über uns
Die Chancen der KI® Community ist eine Community zum Mitmachen: Wir bringen Menschen zusammen, die KI nicht nur “spannend” finden, sondern wirklich anwenden möchten. In unseren Meetups, Barcamps und Austauschformaten arbeiten wir an echten Fragestellungen aus Unternehmen, Selbstständigkeit und Alltag. Hands-on, ohne Buzzwords und ohne Versprechen. Unser Grundsatz: ausprobieren, vergleichen, einordnen – und am Ende entscheidet der Mensch.















































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